Was ist ein Geländemodell für den Lasercut? Ein Höhenschichtenmodell: Jede Pappenlage zeigt das Gelände oberhalb einer bestimmten Höhe, übereinander geklebt ergeben die Lagen das Relief. Bei 2 mm Pappe im Maßstab 1:500 steht jede Lage für einen Meter Höhe. DEUKOS liefert dafür die Schnittdateien je Pappe, den Montageplan und die Stückliste – keinen fertigen Bausatz und keine Hausmodelle.
Was in der ZIP-Datei steckt
| Datei | Inhalt |
|---|---|
| DXF je Pappe | Die Teile, sparsam auf die Pappe verteilt, im Maßstab 1:1 in Millimetern. Zwei Ebenen: SCHNITT (rot) für Außenkonturen und Löcher, RITZEN (blau) für Kennung, Klebehilfe und Hausgrundrisse. Der Dateiname nennt Pappe, Material, Stärke und Format. |
| Begleitblatt (PDF) | Kenndaten, Stückliste je Pappe mit Schnitt- und Ritzlänge, Montageplan für jede Lage, Hausliste mit Klotzhöhen und ein Vergleich vorher/nachher zur Glättung. |
| Vorschaubilder | Ein Bild je Pappe und eine Übersicht aller Lagen – zum Prüfen, bevor der Laser startet. |
| Textdatei | Alle Kenndaten und Hinweise zum Auftrag, auch was bei der Bereinigung weggefallen ist. |
Beim Verteilen auf die Pappen probiert DEUKOS mehrere Anordnungen und versucht zum Schluss, die letzte Pappe einzusparen: Ihre Teile werden in Lücken der vorderen Pappen umgesetzt oder gegen kleinere Teile getauscht. Gelingt das nicht, bleibt die Verteilung, wie sie ist. Siehe auch: Luftbild als Unterlage für die Platte.
So kommst Du zu den Dateien
- Bereich wählen. In der 3D-Karte Adresse suchen und den Bereich aufziehen. Das Modell nimmt einen Ausschnitt von bis zu 1500 m je Richtung um die Mitte Deines Bereichs.
- Export öffnen. Im Exportfenster den Abschnitt „Geländemodell für Lasercut“ wählen; der Assistent öffnet sich.
- Assistent ausfüllen. Er fragt zuerst nach dem Laserbett Deiner Werkstatt, dann nach Pappenformat und -stärke, Maßstab und Höhenstufe, Glättung, Bauweise und Häusern. Schnittbreite, Farben und Ränder stehen gesammelt unter „Werkstatt“. Noch vor der Bestellung zeigt er eine vereinfachte Vorschau der Lagen, von oben und schräg, mit Lagenzahl, Modellhöhe und geschätzter Pappenzahl. Passt das Modell schlecht auf die Pappe, schlägt er eine Änderung vor, zum Beispiel einen anderen Maßstab. Die Dateien selbst rechnet danach der Server genauer aus dem Geländemodell.
- Herunterladen. Der Server rechnet das Modell; die ZIP-Datei liegt danach unter „Meine Exporte“. Deine Werkstatt-Angaben merkt sich der Browser für den nächsten Auftrag.
Maßstab und Höhenstufe: eine Rechnung
Die Pappe bestimmt die Höhe: Maßstabsgetreu steht jede Lage für Pappenstärke mal Maßstab. Bei 2 mm Graupappe ergibt das:
| Maßstab | Höhenstufe je Lage | 300 m Gelände werden |
|---|---|---|
| 1:200 | 0,40 m | 1500 mm Modellkante |
| 1:500 | 1,00 m | 600 mm Modellkante |
| 1:1000 | 2,00 m | 300 mm Modellkante |
Wer flaches Gelände betonen will, überhöht 1,5- oder 2-fach oder trägt eine eigene Höhenstufe ein; im Marburger Beispiel oben stehen 1,20 m je Lage, das Relief ist also leicht gestaucht. Das Begleitblatt nennt immer den wirksamen Faktor. Ist die Grundplatte größer als die Pappe, wird sie geteilt und mit Passmarken versehen – der Assistent zeigt das vorher an und kann den Ausschnitt an die Pappe anpassen.
Glättung: ruhige Kanten ohne falsche Höhen
Das amtliche Geländemodell ist ein Raster mit einem Meter Maschenweite. Direkt daraus geschnittene Konturen sind unruhig: Mauern, Böschungen und Messrauschen erzeugen Zacken und Splitter, die sich schlecht kleben lassen. Der Assistent glättet deshalb das Höhenraster selbst und nicht die fertigen Linien – so bleiben die Lagen ineinander geschachtelt und können sich nicht kreuzen. Die Glättung darf das Gelände höchstens um eine halbe Höhenstufe verschieben. Siehe auch: DGM1-Gelände in ArchiCAD.
| Stufe | Glättung des Rasters (bei 1:500) | Abweichung höchstens | Linien |
|---|---|---|---|
| aus | keine | – | vereinfacht auf 0,25 mm |
| leicht | Gauß 1,0 m | ¼ Höhenstufe | vereinfacht auf 0,15 mm |
| mittel (Vorgabe) | Gauß 1,5 m | ½ Höhenstufe | 0,2 mm, Ecken einmal gerundet |
| stark | Gauß 3,0 m | ½ Höhenstufe | 0,3 mm, Ecken zweimal gerundet |
In kleineren Maßstäben wächst die Glättung mit, damit sie im Modell gleich wirkt. Unabhängig von der Stufe fallen Splitter unter 80 mm², Löcher unter 6 mm² und Stege unter 1,5 mm weg – gezählt und im Begleitblatt aufgeführt. Im Ausschnitt oben waren das ohne Glättung 9 Splitter mit zusammen 153,5 mm², in der Vorgabe „mittel“ 4 Splitter mit 114,9 mm².
Häuser: Aussparungen, Nummern, Klotzhöhen
Die Gebäude kommen aus den amtlichen 3D-Gebäudemodellen (LoD2). Steht ein Haus im Hang, ist es aus jeder Lage ausgeschnitten, in die es einschneidet, und eine Lage tief eingelassen; auf der Lage darunter ist sein Grundriss geritzt. So sitzt der Klotz fest und kann nicht verrutschen. Grundrisse, die im Modell kleiner als 9 mm² oder schmaler als 2 mm wären, werden nur geritzt.
Die Hausklötze schneidet der Assistent nicht mit – Du baust sie aus Holz, Pappe oder einem anderen Material Deiner Wahl. Die Hausliste im Begleitblatt nennt für jedes Haus die Lage, auf der es steht, und die Klotzhöhe vom Boden der Aussparung bis zum First, maßstabsgetreu und auf 0,5 mm gerundet; Häuser gleicher Höhe sind zusammengefasst. Im Marburger Testlauf waren es 545 Häuser, davon 541 mit Aussparung und 4 nur geritzt. Siehe auch: Entwurf im Gelände und in der Umgebung zeichnen.
Werkstatt-Konventionen in der DXF
| Thema | So ist die Datei angelegt |
|---|---|
| Format | DXF R2000, Einheit Millimeter, Ursprung in der Pappenecke. Nur geschlossene und offene Polylinien, keine Textobjekte, Schraffuren oder Blöcke. |
| Farben | SCHNITT rot, RITZEN blau – als Farbe der Ebene und an jeder Linie, weil manche Lasersoftware nur die Linienfarbe liest. Andere Farben stellst Du im Assistenten ein. In der Datei stehen die geritzten Linien vor den Schnitten, damit nichts mehr verrutscht, wenn ein Teil schon herausgeschnitten ist. |
| Kennung | Jedes Teil trägt eine geritzte Kennung aus Lage und Teil (zum Beispiel 12.1), als Linien geschrieben. Ein Nordpfeil hilft beim Ausrichten. |
| Klebehilfe | Passmarken: 4 mm lange Striche auf dem Umriss der nächsten Lage, an jeder Kontur mindestens drei, sonst etwa alle 60 mm. Wahlweise der vollständige Umriss als Ritzlinie. |
| Schnittbreite (Kerf) | Vorgabe 0: Konturen in Sollmaß, den Ausgleich setzt Du in der Lasersoftware. Mit eingetragener Schnittbreite (bis 0,5 mm) sind Außenkonturen um die halbe Schnittbreite größer und Löcher um die halbe Schnittbreite kleiner geschrieben. |
| Abstände | 5 mm zur Pappenkante, 2 mm zwischen den Teilen – beides einstellbar. |
Hohlbau und Sockel
Hohlbau
Jede Lage wird zum Ring mit einer Auflage von 10 bis 20 mm Breite; Stützrippen im Abstand von 45 mm tragen die Lage darüber. Das macht das Modell leichter, spart aber kaum Pappe – die Teile liegen ohnehin dicht. Schnittlänge und Laserzeit verdoppeln sich etwa: Im Beispiel Frankfurt (300 m, 1:500) sind es 88 statt 38 m Schnitt. Siehe auch: Slicer-Test der Stadtmodelle.
Sockel zusammenfassen
Sind die untersten Lagen fast vollständig gefüllt, entfallen sie auf Wunsch; an ihre Stelle tritt eine dicke Grundplatte, deren Stärke das Begleitblatt nennt. Im Marburger Beispiel waren 7 Lagen zu mindestens 98 % voll – das Begleitblatt weist darauf hin.
Deutschland und Schweiz
Das Geländemodell für den Lasercut gibt es für Deutschland und die Schweiz. Grundlage sind die amtlichen Geländemodelle und 3D-Gebäudemodelle der Landesvermessungen, in der Schweiz von swisstopo; dort stehen die Höhen in Metern über Meer statt über Normalhöhennull. Der Datenbestand kann in einzelnen Gebieten Lücken haben – was vorhanden ist, zeigt die 3D-Karte vor dem Export. Fehlen im Ausschnitt Geländehöhen, entsteht kein Modell, und Du bekommst einen Hinweis statt einer lückenhaften Datei. Siehe auch: Umgebungsplan zur Platte.
Was Du wissen solltest
- Beta. Die Funktion ist neu. Prüfe die Vorschaubilder, bevor Du eine ganze Pappe schneidest, und schneide ein Probestück, um Leistung und Schnittbreite einzustellen.
- Kein Bausatz. Du bekommst Schnittdateien und Montageplan. Die Hausklötze, Bäume und Straßen baust Du selbst.
- Amtliche Daten, gestuft. Gebäude sind Baukörper mit Dachform, Neubauten der letzten Jahre können fehlen. Die Höhen sind in Lagen gestuft; Glättung und Bereinigung verändern Details in der Größenordnung einer halben Höhenstufe.
- Laserzeit nur grob. Das Begleitblatt schätzt sie mit festen Annahmen (15 mm/s Schneiden, 100 mm/s Ritzen, 0,3 s je Linie). Dein Laser ist schneller oder langsamer.
- Grenzen je Auftrag: Ausschnitt bis 1500 m je Richtung, höchstens 80 Lagen und 40 Pappen, ein Geländemodell je Konto gleichzeitig in Berechnung.
Zugang und Kosten
| Konto | Geländemodell für den Lasercut |
|---|---|
| Studierende (Konto mit Hochschul-Mail) | kostenlos in der Beta-Phase, zählt nicht in Dein Kontingent |
| Jedes andere Konto | ein kostenloser Probeauftrag bis 1500 m Kante, danach als Bereichs-Export nach Deinem Tarif |
Was ein Bereichs-Export in welchem Tarif umfasst, steht auf der Preisseite. Wer das Gelände lieber druckt als lasert, findet auf der Seite Stadtmodell als STL den Weg zum 3D-Druck; für CAD und BIM gibt es das IFC-Umgebungsmodell.
Häufige Fragen
- Welche Dateien bekomme ich für den Lasercutter?
- Eine ZIP-Datei mit einer DXF je Pappe (DXF R2000, Einheit Millimeter, Maßstab 1:1 auf der Pappe), dazu ein Begleitblatt als PDF mit Stückliste, Montageplan je Lage und Hausliste, ein Vorschaubild je Pappe, eine Übersicht und eine Textdatei mit allen Kenndaten. In der DXF liegen nur zwei Ebenen: SCHNITT (rot) zum Durchschneiden und RITZEN (blau) für Kennungen, Klebehilfen und Hausgrundrisse.
- Wie hängen Maßstab, Pappenstärke und Höhenstufe zusammen?
- Maßstabsgetreu ist eine Pappenlage so hoch wie Pappenstärke mal Maßstab: 2 mm Pappe im Maßstab 1:500 entsprechen 1 m Höhe in der Natur, im Maßstab 1:1000 sind es 2 m. Im Assistenten kannst Du das Gelände 1,5- oder 2-fach überhöhen oder eine eigene Höhenstufe eintragen; das Begleitblatt nennt den wirksamen Faktor.
- Sind die Häuser dabei?
- Als Aussparungen und geritzte Grundrisse, nicht als fertige Teile. Wo ein Haus im Hang steht, ist es aus den Lagen ausgeschnitten, in die es einschneidet; auf der Lage darunter ist sein Grundriss geritzt. Die Klötze baust Du selbst – jedes Haus hat im Montageplan eine laufende Nummer (H1, H2 …), die Hausliste nennt seine Klotzhöhe bis zum First.
- Was kostet das Geländemodell für den Lasercut?
- Die Funktion ist in der Beta-Phase. Mit einem Konto, das Du mit der E-Mail-Adresse Deiner Hochschule angelegt hast, ist sie für Studierende kostenlos und zählt nicht in Dein Kontingent. Jedes andere Konto hat einen kostenlosen Probeauftrag; danach zählt jedes Geländemodell als Bereichs-Export nach Deinem Tarif.
- Wie groß darf der Bereich sein?
- Der Ausschnitt für das Modell geht bis 1500 m je Richtung. Ist der gezeichnete Bereich größer, setzt der Assistent den Ausschnitt auf 1500 m um die Mitte und weist darauf hin; einen größeren Ausschnitt nimmt er nicht an, sondern meldet „Der Ausschnitt muss zwischen 5 und 1.500 m je Richtung liegen.“ Technische Grenzen je Auftrag sind außerdem 80 Pappenlagen und 40 Pappen – der Assistent schätzt Lagen und Pappen vorab und schlägt einen passenden Maßstab vor.
- Muss ich die Schnittbreite (Kerf) einstellen?
- Nein. In der Vorgabe ist die Schnittbreite 0: Die Konturen haben Sollmaß, und Du setzt den Ausgleich wie gewohnt in Deiner Lasersoftware. Trägst Du eine Schnittbreite bis 0,5 mm ein, werden Außenkonturen um die halbe Schnittbreite größer und Löcher um die halbe Schnittbreite kleiner geschrieben – dann bitte in der Lasersoftware keinen zweiten Ausgleich setzen.
- Gibt es das auch für die Schweiz?
- Ja. Das Geländemodell für den Lasercut gibt es für Deutschland und die Schweiz. Die Daten kommen in Deutschland von den Landesvermessungen, in der Schweiz von swisstopo; Höhen stehen dort in Metern über Meer.
- Wie lange braucht der Laser?
- Das Begleitblatt nennt je Pappe Schnitt- und Ritzlänge und eine grobe Laserzeit, gerechnet mit 15 mm/s beim Schneiden, 100 mm/s beim Ritzen und 0,3 s je Linie. Die tatsächliche Zeit hängt von Laser, Leistung und Pappe ab; ein Probeschnitt an einem Reststück zeigt die richtigen Einstellungen.
Datengrundlage: Digitale Geländemodelle (DGM1) und 3D-Gebäudemodelle (LoD2) der Landesvermessungen, in der Schweiz Daten von swisstopo; Lizenz und Quellenvermerk je Land auf der Seite Datenquellen & Lizenzen. Bilder: Ausgaben von DEUKOS aus Testläufen am 18.10.2026 (Marburg, Frankfurt am Main, Zermatt); die Glättungsgrafik ist mit demselben Programmcode gerechnet, der die Kundendateien erzeugt.