Planungsgrundlagen aus amtlichen Geobasisdaten der 16 Bundesländer
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Stadtmodell aus amtlichen Daten in den 3D-Druck

Amtliche LoD2-Daten sind eine gute Grundlage für gedruckte Stadtmodelle: Sie decken ganz Deutschland ab, haben verlässliche Höhen und kosten nichts. Zwischen Datensatz und Drucker liegen aber zwei Schritte, die man kennen sollte.

Das Format: OBJ, nicht STL

DEUKOS liefert kein STL. Verfügbar sind DXF, FBX, GLB, IFC, OBJ und XYZ. Für den Druck ist das unkritisch: OBJ und STL beschreiben beide Dreiecksnetze, die Umwandlung ist verlustfrei, und praktisch jedes Mesh-Werkzeug — Blender, MeshLab, Meshmixer — sowie viele Slicer lesen OBJ direkt ein.

Der Vorteil von OBJ: Es transportiert getrennte Objekte. Gebäude und Gelände bleiben unterscheidbar, statt zu einer einzigen Netzwolke zu verschmelzen.

Der Schritt, den man nicht überspringen sollte

Wir haben einen echten Export nachgemessen: reine Dreiecksflächen, sauber strukturiert — und 99,3 Prozent der Kanten werden von genau zwei Flächen geteilt. Bleiben 0,7 Prozent Randkanten, im gemessenen Ausschnitt 1.262 von 180.631.

Im Klartext: Das Modell ist nahezu, aber nicht vollständig geschlossen. Ein Slicer erwartet ein wasserdichtes Volumen und stolpert über offene Kanten — mal mit einer Warnung, mal mit Löchern im Druck. Vor dem Slicen gehört deshalb ein Reparaturschritt dazu. Meshmixer, Netfabb und die eingebauten Reparaturfunktionen gängiger Slicer erledigen das in einem Klick. Wir sagen es lieber vorher, als dass es beim ersten Druck auffällt.

Warum der lokale Ursprung hilft

Amtliche Geodaten liegen in UTM-Koordinaten, also in Zahlen im Millionenbereich. Mesh-Werkzeuge rechnen intern oft mit einfacher Genauigkeit — bei solchen Beträgen führt das zu Rundungsartefakten, zitternden Flächen und Kanten, die nicht mehr zusammenfallen. DEUKOS legt den Ursprung deshalb auf Wunsch in die Mitte des gewählten Bereichs. Die Koordinaten liegen dann im dreistelligen Bereich, und das Modell kommt sauber an.

Der Maßstab

Er entsteht beim Skalieren im Slicer, nicht beim Export. Als Anhaltspunkt: ein Quadratkilometer auf 20 Zentimeter Druckfläche entspricht etwa 1 zu 5000. Ein sechs Meter hohes Wohnhaus ist dann rund 1,2 Millimeter hoch. Dachdetails verschwinden bei dieser Größe ohnehin — was bleibt, ist die Stadtstruktur, und genau dafür taugt LoD2.

Wer einzelne Gebäude größer drucken will, sollte wissen, wo die Daten enden: LoD2 kennt Dachformen, aber keine Gauben, Schornsteine oder Fassadendetails. Das ist kein Mangel, sondern die Definition der Detailstufe.

Das Gelände nicht vergessen

Das DGM1-Gelände lässt sich mitexportieren und liegt lagerichtig unter den Gebäuden. Für ein Druckmodell ist es meist der wichtigere Teil: Es trägt die Gebäude, macht eine separate Grundplatte überflüssig und zeigt die Topografie, die ein reines Gebäudemodell unterschlägt. In hügeligem Gelände ist das oft der eigentliche Grund, ein Modell zu drucken.

Kurz zusammengefasst

Für die eigene Adresse ansehen

Bereich auf der Karte waehlen, OBJ herunterladen, im Mesh-Werkzeug reparieren und nach STL wandeln — danach skalieren und drucken.

Zur Karte

Datengrundlage: LoD2-Gebäudemodelle und Laserscan-Daten der Landesvermessungsämter, Lizenz je Land (überwiegend Datenlizenz Deutschland Zero 2.0). Rechenverfahren: Sonnenstand nach NOAA/pvlib, Ertragsintegration über PVGIS. Beispielwerte erhoben am 15.08.2026 an einem Wohngebäude in Nordrhein-Westfalen.

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