DEUKOS erkennt Einzelbäume aus den amtlichen Airborne-Laserdaten der Länder — bundesweit, lagerichtig auf dem echten Gelände. Wir sagen genau, wie genau wir sind, was gemessen und was geschätzt ist, und belegen die Dichte gegen zwei unabhängige Referenzen. Ein Baumkataster ist das nicht — auch das steht hier.
Bäume in der Karte ansehen →Der Baumbestand entsteht nicht aus einer Schätzung, sondern aus den amtlichen Airborne-Laserscan- bzw. Oberflächenmodellen der Bundesländer (0,2–1 m Auflösung) — dieselbe Datengrundlage, mit der die Vermessungsverwaltungen arbeiten. Aus dem Höhenunterschied zwischen Oberfläche (DOM/Punktwolke) und Gelände (DGM1) berechnen wir das Kronenhöhenmodell und erkennen daraus jeden dominanten Baum einzeln. Bundesweit, alle 16 Bundesländer — rund 654 Millionen Einzelbäume, lagerichtig auf dem echten Gelände verankert. Welche Quelle je Bundesland zugrunde liegt, steht auf der Seite Datenquellen.
Pro Kachel bilden wir aus der Airborne-Höhe ein Kronenhöhenmodell, suchen darin über lokale Maxima die Baumspitzen und prüfen jede Spitze mit physikalisch begründeten Filtern: Das Mehrfachecho-Gate trennt Bäume von schlanken Bauwerken (der Laserstrahl durchdringt Laub, harte Strukturen wie Masten, Kräne oder Kirchtürme liefern Einzelechos). Das Rauheits-Gate verwirft planare Flächen — Baumkronen sind bumpig, Dächer glatt. Dazu kommen eine Vegetationsmaske (NDVI) aus amtlichen Farb-Infrarot-Orthofotos und eine Gebäude-Footprint-Maske, die rechnerisch auf LoD2-Umrissen liegende Bäume entfernt. Jeder bestätigte Baum wird mit Höhe, Kronenansatz und Kronenradius auf dem DGM1-Gelände platziert.
Ehrliche, nachprüfbare Grenzen direkt aus unseren Detektionsparametern: Mindesthöhe ca. 5 m, Mindest-Kronendurchmesser ca. 3 m, erfasster Höhenbereich 3–48 m, Mindestabstand ca. 6,5 m zwischen zwei erkannten Bäumen (höhenadaptiv 5–8,5 m), Höhengenauigkeit ca. ±1–2 m bei einer Lage aus 0,5–1 m-Rasterdaten. Gemessen sind Standort und Höhe. Geschätzt sind Baumart, Kronenform, Kronenansatz und Stammdurchmesser — sie werden aus Höhe und Struktur abgeleitet, nicht einzeln vermessen.
Wir haben die erkannte Baumdichte gegen zwei voneinander unabhängige Referenzen geprüft. Gegen die Bundeswaldinventur 2022 (amtliche Feldvermessung) folgt unsere Dichte je Bundesland dem amtlichen Waldanteil mit einer Rangkorrelation von 0,73. Gegen den ESA-WorldCover-Satelliten (10 m Kronenbedeckung) korreliert sie kachelscharf mit 0,86 — sauber monoton von 139 Bäumen/km² bei unter 5 % Kronenbedeckung bis 6.026 Bäumen/km² bei über 80 %. Feldvermessung und Satellit bestätigen dasselbe Bild: die Detektion bildet die reale Waldverteilung ab, nicht Rauschen.
Jungwuchs und Sträucher unter ca. 5 m fehlen ebenso wie sehr kleine Kronen unter ca. 3 m und unterständige Bäume im Schatten größerer Kronen. In dichten, geschlossenen Wäldern verschmelzen benachbarte Kronen — dort zählen wir konservativ eine Untergrenze, nicht den forstlichen Vollbestand. Die Länder-Befliegungen sind 2–8 Jahre alt, jüngste Fällungen oder Neupflanzungen fehlen. Unser Prinzip: lieber ein Baum weniger als ein erfundener. Ein fehlender Baum heißt also nicht, dass dort keiner steht.
Der Bestand ist automatisch erkannt und kein Baumkataster. Er ersetzt keine örtliche Aufnahme durch eine sachkundige Person und ist ausdrücklich nicht geeignet als Nachweis für Baumschutzsatzung (die Genehmigungspflicht knüpft dort am Stammumfang in 1 m Höhe an — dieser Wert ist bei uns aus der Krone geschätzt, nicht am Stamm gemessen), für Fällanträge und Ausgleichspflanzungen oder für Baumkontrolle und Verkehrssicherungspflicht, da Vitalität und Schadbild aus Luftdaten grundsätzlich nicht ableitbar sind. Wofür er sehr wohl taugt: Kontext und Maßstab — Verschattung abschätzen, Umgebung im 3D-Modell zeigen, Bestandssituation im Entwurf begreifen.
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