Die Norm misst in der Fenstermitte, von innen. Wer die Lage eines Grundstücks vorab einschätzen will, braucht deshalb nicht dasselbe Verfahren — sondern erst einmal die Antwort auf eine einfachere Frage: steht hier überhaupt etwas im Weg, und wann?

Vorab zur Einordnung: Automatischer Richtwert aus amtlichen Geobasisdaten — kein Gutachten, keine Genehmigungsgrundlage. Was DEUKOS liefert, ist eine Vorprüfung — kein Nachweis nach Norm.

Was die Normen verlangen

DIN 5034-1 nennt als Anhaltswert eine mögliche Besonnungsdauer von mindestens einer Stunde am 17. Januar und mindestens vier Stunden am 21. März beziehungsweise 23. September. Entscheidend ist dabei der Bezugspunkt: gemessen wird in der Mitte des Fensters, von innen — nicht auf dem Grundstück.

DIN EN 17037 arbeitet mit einem Bezugstag zwischen dem 1. Februar und dem 21. März und Zielwerten von anderthalb bis vier Stunden.

Wann wird ein Nachweis verlangt?

Nicht flächendeckend, sondern anlassbezogen — bei dichter Bebauung, in Bebauungsplanverfahren, bei nachbarrechtlichen Auseinandersetzungen oder wenn die Bauaufsichtsbehörde ihn im Einzelfall fordert. Ob er nötig ist, entscheidet die zuständige Behörde, nicht ein Rechenverfahren.

Erstellt wird er von Fachbüros. Die Kosten liegen je nach Umfang üblicherweise im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich, bei aufwendigen Lagen darüber.

Was DEUKOS an dieser Stelle leistet — und was nicht

Zwei Besonnungskarten desselben Grundstücks nebeneinander: links der 21. Juni mit überwiegend gelben Flächen für acht bis zehn Sonnenstunden, rechts der 21. Dezember fast durchgehend dunkelblau für weniger als zwei Stunden. Baumkronen sind als grüne Kreise eingezeichnet.
Besonnungsstunden je Quadratmeter der Freifläche am längsten und am kürzesten Tag des Jahres, auf 1 m Aufenthaltshöhe. Schatten aus Gebäuden und Baumbestand.

Der Unterschied, klar benannt

  • DIN 5034 / EN 17037 bewerten Innenräume — Besonnungsdauer in der Fenstermitte, von innen.
  • Unsere Sonnenkarte rechnet die Freifläche des Flurstücks auf 1 m Höhe.

Das ist bewusst etwas anderes. Die Karte ersetzt kein Besonnungsgutachten — aber sie beantwortet in Sekunden die Frage, ob eines kritisch werden könnte, bevor Sie es beauftragen.

Wofür die Vorprüfung taugt

Grenzen der Rechnung

Was die Karte nicht kann

  • Betrachtet wird die direkte Strahlgeometrie an zwei Stichtagen (21.6. und 21.12.) bei wolkenfreiem Himmel — kein Jahresmittel, kein Diffuslicht.
  • Die Baumart lässt sich aus Laserscan-Daten nicht bestimmen. Jeder Baum wird ganzjährig als verschattend gerechnet; bei Laubbäumen ist der Winterwert daher eher zu ungünstig.
  • Der Kronendurchmesser ist nicht gemessen, sondern aus der Baumhöhe abgeleitet.
  • Gerechnet wird die Freifläche, nicht der Innenraum.

Schattenlage eines Grundstücks ansehen

Adresse eingeben, Flurstück wählen — die Besonnungskarte für den 21. Juni und den 21. Dezember entsteht in wenigen Sekunden.

Zur Karte

Automatischer Richtwert aus amtlichen Geobasisdaten — kein Gutachten, keine Genehmigungsgrundlage.

Datengrundlage: LoD2-Gebäudemodelle, Geländemodell DGM1 und Laserscan-Daten der Landesvermessungsämter, Lizenz je Land (überwiegend Datenlizenz Deutschland Zero 2.0). Normangaben nach DIN 5034-1 und DIN EN 17037; maßgeblich ist der jeweils gültige Normtext.

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