Allplan bringt keine CityGML-Schnittstelle mit. Das amtliche Ursprungsformat der deutschen LoD2-Gebäudemodelle lässt sich dort also nicht öffnen. Der Weg, der funktioniert, führt über IFC — und das Gelände kommt in derselben Datei mit.
CityGML ist ein Geodatenformat, kein BIM-Format. Allplan liest IFC in den Versionen 2x3 und 4, dazu DWG, DXF und einige weitere Austauschformate — CityGML oder GML sind nicht darunter. Wer die Rohdaten der Landesvermessung herunterlädt, steht deshalb erst einmal vor einer Datei, die sich nicht öffnen lässt.
DEUKOS nimmt diesen Schritt ab: Die Konvertierung von CityGML nach IFC passiert serverseitig, Sie laden ein fertiges Paket herunter.
Im Export wählen Sie das ArchiCAD-Paket. Der Name führt in die Irre — der Inhalt ist herstellerneutral: eine IFC4-Datei mit den LoD2-Gebäuden und dem DGM1-Gelände als eigener Fläche, im selben Ursprung. In Allplan importieren Sie sie über Datei › Importieren › IFC-Daten.
Ein Detail, das über Erfolg oder Ärger entscheidet: Amtliche Geodaten liegen in UTM-Koordinaten, also in Zahlen im Millionenbereich. Die Allplan-Hilfe rät ausdrücklich, solche Punkte vor dem Import über den Projektnullpunkt heranzuholen, weil sonst die Vernetzung leidet. DEUKOS legt den Ursprung deshalb auf Wunsch in die Mitte des gewählten Bereichs — die Daten kommen in handlichen Koordinaten an, Gebäude und Gelände bleiben zueinander lagerichtig.
Nach dem Import liegt das Gelände als 3D-Fläche vor. Das reicht für Ansichten und Schnitte. Wer damit rechnen will — Höhenlinien ableiten, Geländeschnitte führen, Abtrag und Auftrag ermitteln — wandelt sie in ein echtes Allplan-DGM um: über 3D-Elemente in DGM-Element. Allplan akzeptiert dafür 3D-Flächen, 3D-Körper und 3D-Linien und vermascht sie auf Wunsch direkt.
Ab diesem Punkt verhält sich das Gelände wie ein selbst konstruiertes: bearbeitbar mit Bordmitteln, kein totes importiertes Netz.
Naheliegend wäre, die Geländehöhen als Punktdatei einzulesen — schließlich
bringt Allplan dafür ein eigenes Modul mit. Der Weg scheitert aber am Format.
Allplan akzeptiert Punktdateien in genau vier Datenarten: REB DA1
(.re1), REB DA45 (.reb), Kommaformat
(.re2) und Freies Format (.asc). Die ersten beiden und
das freie Format sind spaltenpositionsbasiert, das Kommaformat erwartet fünf
Felder je Zeile, beginnend mit einer Punktnummer.
Die XYZ-Datei, die in unserem Paket liegt, erfüllt keine dieser Vorgaben: Sie ist leerzeichengetrennt, hat keine Punktnummer und eine je nach Höhe wechselnde Zahlenbreite. Umbenennen hilft nicht — der Parser liest feste Spalten. Die Datei ist für ArchiCAD, Revit und Rhino gedacht; in Allplan brauchen Sie sie nicht. Das Gelände ist ohnehin schon in der IFC.
Die Gebäude kommen als getrennte Bauteile an, klassifiziert als
IfcWall, IfcRoof und IfcSlab, einzeln
selektierbar statt als ein zusammenhängendes Dreiecksnetz. Ehrlich dazugesagt:
Es sind Flächenmodelle, keine parametrischen Allplan-Wände. Für den
Umgebungsbau, für Ansichten, Schnitte und Verschattungsstudien ist das genau
richtig; wer die Nachbarbebauung parametrisch weiterbearbeiten will, muss sie
nachmodellieren.
Beim Gelände gilt: DGM1 ist ein Geländemodell, kein Aufmaß. Es bildet den Bodenverlauf ab, nicht Bordsteine, Mauerkronen oder frische Aufschüttungen. Für Vorentwurf, Wettbewerb und Bauvoranfrage ist das die passende Grundlage — für rechtsverbindliche Vermessung bleibt der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur zuständig.
.re1, .reb, .re2 und
.asc.Bereich auf der Karte waehlen, Paket herunterladen, in Allplan ueber Datei › Importieren › IFC-Daten oeffnen — Gebaeude und Gelaende liegen lagerichtig zueinander, das Gelaende laesst sich mit einem Schritt in ein natives DGM umwandeln.
Zur KarteDatengrundlage: LoD2-Gebäudemodelle und Laserscan-Daten der Landesvermessungsämter, Lizenz je Land (überwiegend Datenlizenz Deutschland Zero 2.0). Rechenverfahren: Sonnenstand nach NOAA/pvlib, Ertragsintegration über PVGIS. Beispielwerte erhoben am 15.08.2026 an einem Wohngebäude in Nordrhein-Westfalen.
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