Early Access DEUKOS ist im Early Access — Feedback und Wünsche an info@deukos.de.
FAQ

Häufige Fragen

22 Antworten zu DEUKOS, amtlichen 3D-Geodaten, Lizenzen, Exportformaten und der Early-Access-Phase.

Plattform

Was ist DEUKOS?

DEUKOS ist eine deutsche Geodaten-Plattform, die amtliche 3D-Gebäudemodelle (LoD2), digitale Geländemodelle (DGM1) und Liegenschaftskataster-Daten (ALKIS) für ganz Deutschland zu fertigen IFC-, DXF- und OBJ-Exporten verarbeitet. Zielgruppe sind Architekturbüros, Stadtplaner und Vermessungsbüros in der frühen Planungsphase.

Wer steht hinter DEUKOS?

DEUKOS ist eine Eigenentwicklung von Gerd Knobling (Digitalarchitektur) mit Sitz in Willich, NRW. Kontakt unter info@deukos.de. Vollständige Anbieterkennzeichnung im Impressum.

Wo werden die Daten gehostet?

Auf einem dedizierten Server bei Hetzner in Falkenstein, Deutschland. Server-Logs werden anonymisiert. Datenschutz nach DSGVO, deutsche Hosting-Infrastruktur. Details siehe Datenschutzerklärung.

Brauche ich einen Account zur Nutzung?

In der aktuellen Early Access nicht. Karte öffnen, Adresse eingeben, Bereich auswählen, exportieren — alles ohne Registrierung. Mit dem Übergang in den regulären Betrieb wird ein kostenloser Account für Exports erforderlich.

Gibt es eine API?

Im Early Access ist die Plattform Browser-only. Eine REST-API für automatisierte Exports ist für Pro-Tarife geplant. Anfragen an info@deukos.de mit Beschreibung des Use-Cases.

Datenquellen

Was ist LoD2 und woher kommen die Daten?

LoD2 (Level of Detail 2) ist die zweite Detailstufe im CityGML-Standard für 3D-Stadtmodelle. Die Daten enthalten Gebäudegrundriss, -höhe und -dachform und werden von den Vermessungsverwaltungen der Bundesländer (AdV) gepflegt. Quelle ist die Befliegung mit Airborne Laser Scanning. Mehr im Blog-Artikel zu LoD2.

Was ist DGM1?

DGM1 (Digitales Geländemodell, 1-m-Raster) ist eine flächendeckende Höhenkarte der Erdoberfläche in 1-Meter-Abstand. Datenbasis ist LiDAR aus Befliegungen, Vegetation und Gebäude werden herausgefiltert (Bare-Earth-Modell). Genauigkeit ± 15-30 cm in der Höhe.

Was bedeutet ALKIS?

ALKIS steht für Amtliches Liegenschaftskataster-Informationssystem. Es enthält Flurstücksgrenzen, Gebäudeumrisse, Straßenmittellinien, Hausnummern und Nutzungsarten (Wohnbau, Acker, Wald, Gewässer). Die Daten sind die offizielle Grundlage jedes deutschen Lageplans.

Welche Bundesländer sind verfügbar?

Alle 16 Bundesländer. DGM1 und LoD2 sind für ganz Deutschland flächendeckend verfügbar. Bei ALKIS ist Bayern teilweise eingeschränkt: Tatsächliche Nutzung (Acker, Wald, Wohnbau etc.) ist seit Juni 2024 als Open Data verfügbar, Flurstücksgrenzen und Gebäudeumrisse gibt der bayerische Vermessungsdienst weiterhin nur kostenpflichtig heraus. Für alle anderen 15 Bundesländer ist ALKIS komplett kostenfrei integriert. Vollständige Übersicht unter Datenquellen & Lizenzen.

Sind die Bayern-Daten aktuell?

Ja. Die Tatsächliche Nutzung wurde im Mai 2026 vollständig aus dem Bayern-OpenData-Portal importiert (Stand 04/2026, 6,76 Millionen Nutzungsflächen). DGM1 und LoD2 für Bayern werden bei jedem Update der bayerischen Vermessungsverwaltung re-importiert. Datenquelle: Bayerische Vermessungsverwaltung, CC BY 4.0.

Wie aktuell sind die Daten?

Die amtlichen Daten werden vierteljährlich aktualisiert, je nach Bundesland auch häufiger. DEUKOS übernimmt nach jedem Update einen vollständigen Re-Import. Tagesaktuelle ALKIS-Auszüge bekommt man direkt bei den Landesportalen oder über einen ÖbVI.

Export & BIM

Welche Exportformate liefert DEUKOS?

IFC 4 für BIM-Software (Revit, ArchiCAD, Vectorworks, Allplan, Tekla), DXF für 2D-CAD (AutoCAD, BricsCAD, NanoCAD) und OBJ / GLB für Renderer (Rhino, Blender, SketchUp, 3ds Max, Twinmotion, Lumion).

Warum funktioniert der DEUKOS-IFC-Import sofort — andere IFCs nicht?

Generische IFC-Exports (z.B. aus Vermessungsbüros oder GIS-Tools) kommen oft als Mesh-Wurst — ein einziges Dreiecksnetz ohne Bauteilstruktur, ohne Materialien, ohne klaren Ursprung. Der Architekt verbringt dann 2-3 Stunden mit Aufräumen: Layer trennen, Solids modellieren, Materialien zuweisen.

DEUKOS schreibt IFC nativ als getrennte Bauteile: IfcWall für Wände, IfcSlab für Decken, IfcRoof für Dächer, IfcSite für Gelände — jeweils mit echten Materialien (Mauerwerk, Beton, Dach-Ziegel, Gelände-Strukturen). Plus: definierter Site-Origin, damit die Koordinaten nicht ins Mega-Verschoben rutschen.

Ergebnis: Import in ArchiCAD oder Revit, sofort weiterarbeiten. Keine Bastelei, keine Dreiecks-Suppe, keine Material-Zuweisung von Hand.

Muss ich nach dem Import nachbearbeiten?

Nein. Das ist der Kern des DEUKOS-Konzepts. Du importierst die IFC-Datei, siehst getrennte Bauteile mit Materialien und sauberem Gelände — und kannst direkt mit der Planung anfangen. Bei generischen IFC-Exports aus anderen Quellen ist das eher die Ausnahme als die Regel.

Funktioniert der IFC-Import in Revit?

Ja. DEUKOS exportiert IFC 4 mit getrennten Bauteilen (IfcWall, IfcSlab, IfcRoof) und definiertem Site-Origin. Empfehlung: Einfügen über Datei → IFC verknüpfen mit Auto Origin to Origin. Schritt-für-Schritt-Anleitung im LoD2-Revit-Blog-Artikel.

Funktioniert DEUKOS auch in ArchiCAD und Vectorworks?

Ja. IFC 4 wird von ArchiCAD nativ über Datei → Interoperabilität → IFC öffnen/zusammenführen importiert, ebenso von Vectorworks und Allplan. Der OBJ-Export funktioniert mit Rhino, Blender, SketchUp und Renderern wie Twinmotion und Lumion. DGM1-Workflow für ArchiCAD.

Welche Koordinatensysteme werden unterstützt?

Standard ist ETRS89 / UTM 32N (EPSG:25832), in Brandenburg UTM 33N (EPSG:25833). Höhenbezug ist DHHN2016 (NHN). Beim Export kann der Site-Origin auf einen lokalen Ursprung gesetzt werden, damit Revit / ArchiCAD die Koordinaten klein hält und Bemaßungen sauber bleiben.

Was ist EPSG:25832?

EPSG:25832 ist der offizielle Code für ETRS89 / UTM Zone 32N — das amtliche Koordinatensystem für den überwiegenden Teil Deutschlands (außer Brandenburg + Mecklenburg-Vorpommern Ost, dort EPSG:25833). Es basiert auf dem europäischen Referenzsystem ETRS89 und der Universal Transverse Mercator-Projektion. Alle amtlichen Geodaten (ALKIS, LoD2, DGM1) liegen in dieser Projektion vor.

Wie importiere ich einen DEUKOS-DXF in ArchiCAD?

In ArchiCAD: Datei → Speziell → DXF-/DWG-Datei zusammenfügen. Wichtig: beim ersten Import die Übersetzer-Einstellungen öffnen und Maßeinheit: Meter + Origin beibehalten wählen. Falls die DXF an Position 0/0 erscheinen soll: vor dem Zusammenfügen Projekt-Nordpfeil + Projektursprung anlegen, dann Translate auf die UTM-Koordinaten setzen. Ausführlicher Workflow.

Wie importiere ich einen DEUKOS-IFC in Revit?

In Revit: Datei → Verknüpfen → IFC verknüpfen, Auto-Verortung Origin to Origin. Damit die Koordinaten nicht ins Mega-Verschoben rutschen, vorher in Revit Projekt-Basispunkt auf die UTM-Koordinaten setzen (Standort > Position > Vermessungspunkt). Bei großem Bereich (> 1 km vom Origin entfernt) verwendet Revit ab 2024 automatisch die True North-Korrektur. Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Liefert DEUKOS Verschattungsstudien?

Ja, im Solar-Export. Pro Dachfläche werden Verschattungseinflüsse durch Nachbargebäude im 100-m-Umkreis aus dem LoD2-Modell berechnet. Ergebnis sind ein Sun-Path-Diagramm (Polardiagramm mit Sonnenbahnen + Hindernissen), eine Heatmap auf der Dachfläche und ein Monats-Ertragschart auf Basis von PVGIS.

Genauigkeit & Lizenzen

Wie genau sind die DEUKOS-Daten?

DGM1 hat eine Höhengenauigkeit von ± 15-30 cm und ein 1-Meter-Raster. LoD2 ist auf ± 50 cm in Lage und Höhe genau. Für Vorentwurf, Wettbewerb und Bauvoranfrage ist das ausreichend. Für rechtsverbindliche Vermessung (Grundbuch, Grenzfeststellung) bleibt der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur (ÖbVI) Pflicht.

Kann ich die Daten kommerziell verwenden?

Ja, im Rahmen der jeweiligen Bundesland-Lizenz:

  • dl-de/zero-2.0 (NRW, Berlin, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Saarland, Rheinland-Pfalz): kommerziell nutzbar ohne Quellenangabe
  • dl-de/by-2.0 (Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Brandenburg, MV, Sachsen-Anhalt, Thüringen): kommerziell nutzbar mit Quellenangabe im Plan-Stempel
Sind Innenräume oder Grundrisse enthalten?

Nein. LoD2 enthält nur Außenkubaturen — Bodenplatte, Außenwände und Dach. Innenraumdaten gibt es bei den amtlichen Vermessungsdaten nicht. Wer Grundrisse braucht, kann das DEUKOS-Modell als Schale nehmen und in Revit oder ArchiCAD die Innenräume entwerfen.

Was unterscheidet DEUKOS von Google 3D-Tiles oder OpenStreetMap?

Google 3D-Tiles und OSM-Buildings sind Mesh-basierte Visualisierungen ohne Bauteil-Semantik — man kann sie zeigen, aber nicht in BIM-Software bearbeiten. DEUKOS liefert getrennte IFC-Bauteile aus amtlichen Quellen mit nachvollziehbarer Genauigkeit und offener Lizenz.

Können die Daten Fehler enthalten?

Ja, das ist möglich. Quellseitig können Verzögerungen bei Befliegungen oder Eingabefehler in ALKIS auftreten. DEUKOS-seitig können Konvertierungsfehler entstehen — wir versuchen alle Quelldaten geometrisch zu validieren, aber Edge-Cases sind nie ausgeschlossen. Für rechtlich bindende Aufgaben siehe „Wie genau sind die Daten?" oben.

Was unterscheidet LoD1, LoD2 und LoD3?

LoD1 sind einfache Klötze: nur Grundriss und Höhe, ein flaches Dach. LoD2 hat zusätzlich die echte Dachform (Sattel, Walm, Pult, Flach, Mansard etc.) und differenzierte Höhen für Traufe und First. LoD3 hat zusätzlich Fassaden­details (Fenster, Türen, Vorbauten) — wird in Deutschland nur in Ausnahmefällen amtlich erhoben. DEUKOS arbeitet mit LoD2, das für 95 % aller Vorentwurfs- und Wettbewerbszwecke ausreichend ist.

Nutzung & Tarife

Was kostet DEUKOS?

Im Early Access ist DEUKOS kostenfrei mit moderaten Export-Limits. Kommerzielle Pro-Tarife sind in Vorbereitung. Aktuelle Konditionen siehe deukos.de/preise.

Welche Bauvorhaben profitieren am meisten von DEUKOS?

Vorentwurfsphase, Wettbewerbsbeiträge, Bauvoranfragen und Machbarkeitsstudien. Überall wo schnell ein präzises Umgebungsmodell mit Nachbarbebauung und Gelände gebraucht wird, ohne stundenlange Datenrecherche. Praxis-Beispiel im Blog-Artikel zur Bauvoranfrage.

Wie groß darf der Export-Bereich sein?

Praktikabel sind 100×100 m bis 500×500 m für Vorentwurfs-Modelle. Größere Bereiche sind möglich, werden aber unhandlich in der CAD-Software. Empfehlung: bei Stadtteilen mehrere Patches exportieren und als Verknüpfung einbinden.

Gibt es einen Studententarif?

Ja. Wer sich mit einer Hochschul-Mail (z.B. name@uni-muenchen.de, name@tu-berlin.de, name@*.fh-*.de) registriert, bekommt automatisch den Studententarif: 10 Reports pro Monat kostenlos, ohne Kreditkarte. PDFs tragen den Hinweis „Studentennutzung — nicht für gewerbliche Verwendung". Ist Deine Hochschule noch nicht in unserer Liste, kannst Du direkt im Registrierungs-Formular einen Antrag stellen — wir prüfen die Domain innerhalb von 1-2 Werktagen.

Welcher Maßstab eignet sich für eine Bauvoranfrage?

Für die Bauvoranfrage ist nach §§ 64 ff. der jeweiligen Landesbauordnung üblicherweise ein Lageplan im Maßstab 1:500 (Grundstück + nähere Umgebung) und eine Übersicht 1:1.000 oder 1:2.500 erforderlich. DEUKOS bietet im Schnitt-/Ansicht-Werkzeug die Maßstäbe 1:100, 1:200, 1:500 und 1:1.000 direkt zur Auswahl. Für Ansichten und Gelände-Schnitte ist 1:200 oder 1:100 der Standard.

Wo finde ich meine Exporte wieder?

Im Header oben rechts auf Meine Exporte klicken (oder direkt zu /exports). Dort liegen alle Schnitte, Ansichten, Bereichs-Exporte und Solar-Reports der letzten 30 Tage (Free-Tier) bzw. 60-365 Tage (Pro-Tarife). Jede Datei kann erneut heruntergeladen oder gelöscht werden. Du brauchst dafür einen kostenlosen Account.

Wann werden Pro-Tarife verfügbar?

Geplant für 2026, sobald Stripe-Integration und E-Mail-Verifikation komplett sind. Status-Updates kommen per E-Mail an registrierte Early-Access-User. Ohne Account: einfach gelegentlich auf /preise schauen.

Wo bekomme ich Hilfe bei einer konkreten Frage?

Per E-Mail an info@deukos.de mit Beschreibung des Problems und idealerweise einem Screenshot. Antwort meist innerhalb von 1-2 Werktagen.

Praxis-Fragen

Wie bekomme ich ein 3D-Modell der Nachbargebäude für Vorentwurf und Bauvoranfrage?

Drei Wege:

  1. DEUKOS: Adresse eingeben, Bereich aufziehen, IFC oder DXF herunterladen — 2 Minuten, kostenfrei im Early Access für 4 ha pro Monat.
  2. Geoportal des Bundeslandes: CityGML herunterladen, selbst nach IFC konvertieren. Aufwand 1-3 Tage je nach Tool. Kostenfrei.
  3. Vermessungsbüro beauftragen: als Dienstleistung, 200-800 € je nach Bereich, dauert 1-2 Wochen.

Für Bauvoranfragen und Wettbewerbe ist Variante 1 oder 2 ausreichend (LoD2 ist amtlich, ± 50 cm Genauigkeit). Für rechtsverbindliche Vermessung bleibt der ÖbVI Pflicht.

Brauche ich für eine Bauvoranfrage einen amtlichen Lageplan?

Das hängt vom Bundesland und der Kommune ab. Faustregel: Für die Bauvoranfrage selbst reicht in vielen Bundesländern ein „qualifizierter Lageplan" auf Basis der ALKIS-Daten — den kann man aus DEUKOS-DXF + Maßstab heraus zeichnen lassen. Für den verbindlichen Bauantrag wird häufig ein amtlicher Lageplan vom ÖbVI verlangt (Bayern, BW, Hessen meist Pflicht; NRW oft nur ab bestimmter Gebäudegröße). Lokale Bauordnung in der jeweiligen Stadt entscheidet.

Was kostet ein Lageplan vom Vermessungsamt oder ÖbVI?

Vermessungsamt (z.B. ALKIS-Auszug als DXF/PDF): 30-150 € je nach Bundesland und Detailgrad. ÖbVI für amtlichen Lageplan: 400-1.500 € für ein Einfamilienhaus-Grundstück, 800-3.000 € für komplexe Vorhaben (Mehrfamilienhaus, Hanglage, Grundstücksteilung). Bearbeitungszeit beim ÖbVI: 1-3 Wochen. DEUKOS liefert die Datenbasis (LoD2, ALKIS-Lage, DGM1) sofort und kostenfrei im Early Access — der ÖbVI bestätigt nur noch.

Welche Daten brauche ich für eine PV-Anlage oder Solar-Berechnung?

Vier Bausteine: (1) Dachgeometrie mit Neigung und Ausrichtung — kommt aus LoD2. (2) Verschattung durch Nachbargebäude — Sun-Path-Diagramm im 50-100 m Umkreis aus LoD2. (3) Lokale Sonneneinstrahlung — meteorologische Daten (PVGIS, DWD). (4) Modulkonfiguration — Hersteller-Datenblatt. DEUKOS liefert (1) und (2) im Solar-Report direkt aus dem Browser, mit PVGIS-Sonneneinstrahlung verrechnet. Für die endgültige Anlagenplanung ist ein Fachplaner (Solarteur) Pflicht.

Wie messe ich Dachneigung ohne aufs Dach zu gehen?

Aus LoD2-Daten lässt sich die Dachneigung pro Dachfläche berechnen: aus den Eckpunkten der Dachfläche wird der Normalvektor abgeleitet, daraus die Neigung in Grad. DEUKOS macht das automatisch im Solar-Report (pro Dachfläche). Genauigkeit: ± 2-3°. Für die Schraub-Befestigung der PV-Module reicht das nicht — vor dem Bau ist eine Dachvermessung mit Laserdistanzmesser oder Drohne Pflicht. Aber für die Wirtschaftlichkeits-Vorabprüfung einer PV-Anlage ist die LoD2-Neigung sehr wertvoll.

Was ist der Unterschied zwischen LoD1, LoD2, LoD3 und LoD4?
  • LoD1: Klötzchen — Gebäudeumriss als Quader mit Mittelhöhe. Keine Dachform. Kostenfrei, aber wenig nutzbar.
  • LoD2: Klötzchen mit Dachform (Sattel-, Walm-, Flach-, Pult-Dach). Außenhülle als Volumen. Standardliefer-Niveau der deutschen Bundesländer, Basis von DEUKOS.
  • LoD3: Detaillierte Außenfassade — Fenster, Türen, Erker, Gauben einzeln modelliert. In Deutschland nur in Pilot-Projekten verfügbar (z.B. Stuttgart-Innenstadt).
  • LoD4: Innenräume — Wände, Türen, Möbel. Nur in BIM-Modellen einzelner Gebäude, nicht flächendeckend.

Für 99 % der architektonischen Anwendungen ist LoD2 genau richtig.

Was muss in einem amtlichen Lageplan stehen?

Pflichtbestandteile (BauVorlV bzw. Landesbauordnung): Flurstücksgrenzen mit Flurstücksnummern, Gebäudeumrisse mit Höhen, Straßenführung, Höhenpunkte/Geländekontur, Maßstab + Nordpfeil + Stempelfeld, Eintragung des Bauvorhabens (Grundriss), Abstandsflächen-Nachweis, Bestand-Bäume mit Stammdurchmesser ≥ 30 cm. DEUKOS liefert die ersten 5 Punkte als Datenbasis (DXF + DGM1 + ALKIS) — Bauvorhaben und Abstandsflächen ergänzt der Architekt manuell. Die Bestand-Bäume kommen klassisch aus dem ÖbVI-Aufmaß oder einer Drohnenbefliegung.

Wie unterscheidet sich UTM 32N von UTM 33N und warum ist das wichtig?

UTM (Universal Transverse Mercator) teilt Deutschland in zwei Zonen: UTM 32N (EPSG:25832) für den Großteil — Westen, Süden, Zentrum. UTM 33N (EPSG:25833) nur für die Ost-Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin (teilweise). Wer UTM-32-Daten und UTM-33-Daten unbearbeitet zusammen lädt, bekommt eine Verschiebung von einigen Hundert Kilometern. DEUKOS transformiert intern alles auf UTM 32N als Standard und liefert in IFC/DXF dann lokale Koordinaten relativ zum Site-Origin — das Problem ist im Export gar nicht mehr da.

Kann ich mit DEUKOS-Daten Verschattungsstudien für Wohnungsbau machen?

Ja. Im Solar-Report wird pro Dachfläche und für definierbare Punkte (z.B. Balkone, Wohnzimmer-Fenster) die Sonnenstunden-Verteilung über das Jahr berechnet — inklusive Verschattung durch alle Nachbargebäude im 100-m-Umkreis aus LoD2. Output: Sun-Path-Diagramm (Polar-Plot mit Verschattungskontur) plus Heatmap. Für eine offizielle Verschattungs-Studie nach DIN 5034 (Wohnzimmer-Sonnenstunden) ist das die richtige Datenbasis. Endgültiges Gutachten braucht aber meist ein Bausachverständigen-Stempel.

Funktioniert DEUKOS auch in Vectorworks, Allplan, Cadwork und Cinema 4D?
  • Vectorworks Architektur: IFC-Import nativ, getrennte Bauteile bleiben als Symbole erhalten.
  • Allplan: IFC-Import wie Revit, Layer-Mapping pro IfcRoof/IfcWall sehr gut.
  • Cadwork: über IFC-Import in das Architekturmodul, Holz-Bauteile lassen sich direkt anschließen.
  • Cinema 4D / Blender / 3ds Max: über OBJ-Export, da kommen die Gebäude ohne BIM-Semantik aber mit korrektem Mesh-Aufbau.
  • Rhino + VisualARQ: IFC-Import nativ, gut für Wettbewerbs-Renderings.
  • SketchUp: über IFC-Plugin, eher als Geometrie-Referenz.
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