In Kürze
  • Was ist ALKIS: Das amtliche Liegenschaftskataster aller deutschen Bundesländer (außer Bayern, dort kostenpflichtig).
  • Was du bekommst: Flurstücke, Gebäudeumrisse, Straßenmittellinien, Nutzungsarten — als DXF mit logisch benannten Layern.
  • Lizenz: Offene Geodaten (dl-de/by-2.0 oder dl-de/zero-2.0) — kommerziell nutzbar, je nach Bundesland mit oder ohne Quellenangabe.

Jede Bauvoranfrage, jeder Vorentwurf und jeder Wettbewerbsbeitrag braucht einen Lageplan. Was reinkommen muss, ist eigentlich ein gelöstes Problem: Flurstücksgrenzen vom Vermessungsamt, Gebäudeumrisse aus dem Liegenschaftskataster, Straßenmittellinien für die Erschließung. Das alles existiert seit Jahrzehnten in Form von ALKIS — dem Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem.

Der Haken: ALKIS-Daten kommen als XML im AAA-Format (NAS-Schnittstelle), und das versteht keine CAD-Software direkt. Der typische Weg ist: Geoportal des Bundeslandes finden → Bestellung aufgeben → Daten als ZIP herunterladen → mit FME oder QGIS in DXF konvertieren → Layer manuell aufräumen. Pro Bundesland und pro Projekt erneut.

DEUKOS macht den Schritt einmal zentral und liefert das Ergebnis sofort.

Was steckt in ALKIS

ALKIS ist viel mehr als nur Flurstücke. Die Datenmodelle der Vermessungsverwaltungen kennen über 250 Objektarten. Für die Architektur sind im Vorentwurf etwa diese relevant:

ALKIS-ObjektartInhaltLager im DEUKOS-DXF
FlurstückEigentumsgrenzen mit FlurstücksnummerALKIS_FLURSTUECK
GebäudeGebäudeumrisse mit Funktion (Wohn-/Wirtschaftsgebäude)ALKIS_GEBAEUDE
StrassenachseMittellinie der VerkehrsflächeALKIS_STRASSE_ACHSE
Tatsächliche NutzungWohnbau, Wald, Acker, Gewässer etc. als PolygoneALKIS_NUTZUNG_*
HausnummerPunkt mit Hausnummer-TextALKIS_HAUSNUMMER

Wer mehr braucht (Eigentümerinformationen, Bodenrichtwerte, Bebauungsplan-Geltungsbereiche), muss sich an die Landesportale wenden — diese Daten sind teils kostenpflichtig oder unterliegen Datenschutz. Für den Lageplan reicht das, was DEUKOS liefert.

Layer-Konzept im Export

Die Layer-Namen sind so vergeben, dass sie in jedem CAD-Programm sinnvoll eingelesen werden — kurz, ASCII-only, mit aussagekräftigem Präfix. Beispiel eines DXF-Layer-Sets:

Auf Wunsch lassen sich die Layer pro Export filtern — nur Flurstücke, nur Gebäude, oder die volle Sammlung.

Workflow vom Browser zum CAD

  1. In DEUKOS Bereich auswählen. Adresse oder Koordinaten, dann Bereich (Polygon oder Flurstück) markieren.
  2. Export "Lageplan DXF" wählen. Optional Layer einzeln an-/abwählen.
  3. Datei in CAD öffnen. AutoCAD, ArchiCAD, BricsCAD, Vectorworks und Allplan akzeptieren das DXF nativ.
  4. Maßstab überprüfen. DEUKOS exportiert in 1:1 Metern, UTM-Koordinaten. Bei AutoCAD also Einheiten Meter sicherstellen, dann passt der Maßstab beim Plotten von 1:500 oder 1:1000 sofort.

Bayern: warum ALKIS dort fehlt

Der bayerische Vermessungsdienst gibt ALKIS-Daten nur kostenpflichtig heraus — anders als alle anderen 15 Bundesländer. DEUKOS bietet Bayern deshalb derzeit ohne ALKIS-Layer an. DGM1 und LoD2 sind für Bayern voll verfügbar, der Lageplan-DXF in Bayern bleibt aber bis auf Weiteres ein Eigenbezug über das LDBV.

Lizenz und kommerzielle Nutzung

Die Lizenzbedingungen schwanken zwischen den Bundesländern, sind aber durchgehend offen:

DEUKOS pflegt eine vollständige Liste pro Bundesland unter Datenquellen & Lizenzen. Die Quellenangabe wird im Plan-Stempel formuliert, z.B.: „Datengrundlage: Geobasisdaten © Geobasis Sachsen 2026, dl-de/by-2.0".

Hinweis

Tagesaktuelle ALKIS-Auszüge bekommt man nur direkt beim jeweiligen Landesportal. DEUKOS synchronisiert die Daten vierteljährlich — für Vorentwurfsplanung mehr als ausreichend, für rechtsverbindliche Auszüge (Grundbuch, Grenzfeststellung) bleibt der ÖbVI Pflicht.

Fazit

Der Lageplan-DXF ist eine der zeit-aufwendigen Routinearbeiten in der frühen Planungsphase. Mit den ALKIS-Daten direkt im Browser geht der Schritt von „Welches Geoportal?" zum „DXF auf der Festplatte" auf unter zwei Minuten herunter. Sauber gelabelt, in Metern, im richtigen Koordinatensystem.

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