In Kürze
  • Pflicht: Lageplan, Grundriss-Schema, Schnitte, GRZ/GFZ-Berechnung.
  • Was den Unterschied macht: Höhenbezug zur tatsächlichen Topografie, Nachbarbebauung, Verschattungsstudie, städtebaulicher Kontext.
  • Was du brauchst dafür: Lageplan-DXF, DGM1-Geländeschnitt, LoD2 der Nachbarbauten — alles als 3D im Vorentwurfs-CAD.

Die Bauvoranfrage ist die strategisch wichtigste Phase eines Projekts. Wer hier ein „Ja, im Prinzip möglich" bekommt, hat Planungssicherheit für sechs bis zwölf Monate Entwurfsarbeit. Wer ein „eher schwierig" einkauft, kann das Projekt kippen. Was die Antwort beeinflusst, ist nicht nur die Mindesterfüllung der LBO — es ist die Plausibilität des Projekts im Kontext.

Genau diese Plausibilität ist mit einem 3D-Umgebungsmodell deutlich leichter zu zeigen. Was vor zehn Jahren ein Aufwand war, den niemand für eine Voranfrage gefahren wäre, ist heute eine Frage von Minuten. Diesen Hebel sollte man nutzen.

Was die LBO verlangt — und was nicht

Die Landesbauordnungen (LBO) der Bundesländer geben für die Bauvoranfrage einen Mindestrahmen vor. In der Regel:

Mehr ist nicht zwingend. Aber das Mehr ist genau der Punkt, an dem eine Voranfrage stark wird.

Was den Unterschied ausmacht

Höhenbezug zur echten Topografie

Ein Schnitt mit angedeuteter Geländelinie (oft frei gezeichnet, aus dem Vermessungs-Höhenpunkt interpoliert) reicht nominal — aber er signalisiert „nicht ganz konkret nachgedacht". Ein Schnitt mit dem tatsächlichen DGM1-Geländeprofil, mit Höhenkoten an Strasse, Erdgeschoss und Geländeunterkante des Nachbargebäudes, ist sofort glaubwürdig. Die Behörde sieht: hier ist jemand der mit echten Daten arbeitet.

Nachbarbebauung

Abstandsflächen sind das eine. Aber die Frage „Wie wirkt das geplante Gebäude neben dem Bestand?" ist die, die der Bauausschuss tatsächlich diskutiert. Mit den LoD2-Daten hast du Höhe und Kubatur jedes Nachbargebäudes — einen Block oder ein Quartier weit. Eine 3D-Ansicht (auch als einfacher isometrischer Plot) macht aus „der geplante Bau ist ortsüblich" eine sichtbare Aussage.

Verschattungsstudie

Spätestens wenn ein Nachbarrechtsstreit droht (ist nicht selten in Innenstadt-Lagen), wird die Verschattung zum Argument. Eine Studie zur Frühlings/Sommer-Tagundnachtgleiche auf Basis des 3D-Umgebungsmodells ist mit einem Tool wie Revit oder Rhino in einer Stunde gemacht — vorausgesetzt, das Umgebungsmodell ist da. Mit DEUKOS ist es da.

Städtebaulicher Kontext

Eine Strassenansicht mit dem geplanten Gebäude eingebettet in die bestehende Bebauung sagt mehr als drei Seiten Erläuterungstext. Diese Ansicht ist die einzige, die der Bauausschuss einem Laien-Mitglied der Stadtpolitik zeigen kann ohne weitere Erläuterung. Sie wirkt wenn das Bild stimmt.

Erfahrungswert

Die Hürde für eine Bauvoranfrage in 3D liegt nicht in der Bauordnung — sie liegt in der Datenbeschaffung. Wenn das Umgebungsmodell zwei Tage zum Beschaffen kostet, macht es niemand für eine Voranfrage. Wenn es fünf Minuten kostet, macht es jeder.

Konkrete Checkliste für die Voranfrage

Was ins Voranfrage-Paket gehört
  • Lageplan-DXF mit Flurstücksgrenzen und Bestand-Gebäudeumrissen — aus ALKIS, im Maßstab 1:500
  • Geländeschnitt-DXF entlang der relevanten Achsen — aus DGM1, mit Höhenkoten an Schlüsselstellen
  • Lageplan-3D als IFC oder OBJ mit Nachbarbebauung — aus LoD2, zur Erstellung der Strassenansicht
  • Geplanter Baukörper als 3D-Block (kein Detail nötig, nur Kubatur) ins Umgebungsmodell eingefügt
  • Strassenansicht — der Plot, der dem Bauausschuss in Erinnerung bleibt
  • Verschattungs-Skizze für den kritischen Nachbarn (falls relevant)
  • GRZ/GFZ-Berechnung — Standard, aber sollte in der gleichen Nummerierung wie der Bebauungsplan stehen
  • Liste der konkreten Fragen an die Behörde — kurz, präzise, mit Bezug zu spezifischen Paragrafen des Bebauungsplans falls möglich

Wo die Daten herkommen

Alle objektiven Bestandteile (Lageplan, Geländeschnitt, Nachbarbebauung) sind amtlich verfügbar. Der Aufwand bisher war: 16 Bundesländer haben 16 verschiedene Geoportale, jedes mit eigenen Schnittstellen, eigenen Dateiformaten, eigener Lizenzlogik. Eine vollständige Beschaffung kostete früher 2-4 Stunden.

DEUKOS hat diese Schicht einmal zentral aufgebaut. Was du in der Voranfrage verwenden kannst, kommt direkt:

Was DEUKOS nicht ersetzen kann

Drei Dinge bleiben jenseits des Tools:

  1. Lokale Kenntnis: Was die Bauausschüsse einer Stadt diskutieren, kennt nur, wer dort regelmäßig einreicht. Daten ersetzen kein Gespür.
  2. Verbindliche Genauigkeit: Für Grenzen, Eigentum, Grundbuch ist der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur (ÖbVI) Pflicht. DGM1 und LoD2 sind ± 15-50 cm — Vorentwurfs-tauglich, aber kein amtliches Aufmaß.
  3. Argumentationslinie: Die Daten zeigen den Kontext. Was die Voranfrage sagt — wo Konflikte zu erwarten sind, wie sie aufgelöst werden, was das Projekt rechtlich tragfähig macht — bleibt Sache des Architekten.

Fazit

Bauvoranfragen waren früher ein Aufsatz aus 2D-Plänen plus formelle Berechnung. Heute können sie ein klares Bild des Projekts im Kontext zeigen — ohne dass der Aufwand explodiert. Wer das nutzt, hat eine deutlich höhere Chance auf eine konstruktive Antwort vom Bauamt. Die Hürde ist nicht mehr die Datenbeschaffung, sondern die Entscheidung, sie zu machen.

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