In Kürze
  • Problem: Klassische 3D-Stadtmodelle kommen als Mesh-Klotz in ArchiCAD an — kein Schnitt funktioniert, keine Ansicht, keine Flächenermittlung.
  • Lösung: DEUKOS liefert IFC 4 mit getrennten Bauteilen (IfcWall für Wände, IfcRoof für Dächer) — direkt ins ArchiCAD-Projekt ziehbar, sofort schnittfähig.
  • Bonus: Flurstücke sind im IFC drin, das Gelände nach ALKIS-Nutzung (Straße / Grünfläche / Wasser / Wald) ist als Extra-Option dabei.
  • Aufwand: ~5 Minuten von der Adresseingabe bis zum verlinkten Stadtkontext im ArchiCAD-Projekt.
30-Sekunden-Beleg: Dasselbe IFC, das aus DEUKOS kommt — direkt in ArchiCAD geöffnet. Schnitte und Ansichten funktionieren ohne Mesh-Cleanup. Untertitel im Video erklären die Schritte.

Das Mesh-Problem in ArchiCAD

Wer einmal ein heruntergeladenes 3D-Stadtmodell in ArchiCAD aufgemacht hat, kennt das Bild: ein dichter Triangulations-Brei, in dem weder Wände noch Dächer als eigenständige Elemente erkennbar sind. ArchiCAD zeigt zwar das Modell, aber:

In Bauanträgen und Wettbewerbsbeiträgen, wo Schnitte und Ansichten maßstabsgerecht gezeigt werden müssen, ist das untauglich. Für reine Visualisierung in Twinmotion oder Lumion reicht's, für ArchiCAD-Bordmittel nicht.

Warum CityGML & Mesh-Konverter scheitern

Stadtmodelle der Vermessungsverwaltung kommen ursprünglich als CityGML — ein semantisches Format mit klarer Trennung von bldg:WallSurface, bldg:RoofSurface und bldg:GroundSurface. Diese Information ist in den Daten enthalten. Sie wird aber bei den meisten kostenlosen Konvertern (sketchfab, geofabrik, OSM-Buildings, freie 3D-Tile-Services) zu einem flachen Mesh zusammengebacken, weil deren Zielformat (3D-Tiles, OBJ, GLB) das nicht differenziert.

ArchiCAD selbst kann CityGML nicht direkt importieren. Wer den Umweg über OBJ oder SketchUp nimmt, landet wieder beim Mesh — die Bauteilstruktur geht spätestens beim ersten Format-Hop verloren.

Hintergrund

Die Trennung in IfcWall und IfcRoof ist genau das, was BIM-Software wie ArchiCAD nativ versteht. Wenn ein IFC mit dieser Struktur ankommt, behandelt ArchiCAD die Elemente als regulären Stadtkontext — layerbar, materialisierbar, schnittfähig. Das ist der Unterschied zwischen „Stadtmodell zum Anschauen" und „Stadtmodell zum Bearbeiten".

Der ArchiCAD-Workflow in 4 Schritten

  1. Bereich auswählen. In DEUKOS Adresse eingeben — Schlossstraße 12, Berlin oder Königsallee 27, Düsseldorf. Karte fliegt zur Position. Über das „Bereich auswählen"-Werkzeug ein Rechteck um das Vorhaben aufziehen (typisch 100 m × 100 m bis 500 m × 500 m).
  2. Export-Dialog: IFC + Optionen. „Bereich exportieren" öffnet das Modal. Standard ist ALKIS + LoD2-Gebäude. Hier optional auch das Gelände aktivieren — es wird automatisch nach ALKIS-Nutzungsart (Straße, Grünfläche, Wald, Gewässer) und nach Flurstück differenziert. Format auf IFC 4 setzen, Export starten.
  3. IFC herunterladen + ArchiCAD öffnen. Nach 30-60 Sekunden ist das IFC bereit. Heruntergeladene .ifc-Datei mit dem Finder/Explorer auswählen und einfach ins offene ArchiCAD-Fenster ziehen — fertig. ArchiCAD erkennt das Format nativ und fragt nach dem Site-Origin.
  4. „Auto Origin to Origin" wählen. Im ArchiCAD-Import-Dialog die Option „Auto Origin to Origin" oder „Per Verknüpfung" setzen. Das Modell sitzt dann zentriert am Projektursprung — Koordinaten bleiben klein, kein 5000-km-Drift. Das war's: Wände und Dächer als getrennte ArchiCAD-Elemente, Flurstücke als zugeordnete Geometrie, optional Gelände nach Nutzung.

Was im IFC drin ist — konkret

Standard-Inhalt des DEUKOS-IFC:

Gelände-Option: differenziert nach Nutzung

Wenn beim Export das Gelände aktiviert ist, kommt es nicht als anonymer Boden-Teppich. Stattdessen:

Wer das Gelände nicht braucht, lässt das Häkchen aus → schlankes IFC nur mit Bauwerken plus Flurstücks-Polygonen.

Was sich konkret im ArchiCAD-Bordmittel ändert

Schnitte mit der Schnittebene. Funktionieren direkt aus dem ArchiCAD-Werkzeug. Außenkanten kommen scharf, Geschosse als Linien, Dachneigungen sauber.

Ansichten Nord/Süd/Ost/West. Mit einem Klick aus den ArchiCAD-Standard-Views, weil das IFC eine echte 3D-Volumengeometrie ist und keine Hülle.

Flächenabwicklungen pro Wand. ArchiCAD kann jede einzelne Wand vermessen — Höhe, Breite, Fläche — weil sie ein eigenes Objekt ist.

Verschattungs-Studien. Die Nachbarbebauung im IFC dient direkt als Schatten-Caster in ArchiCADs Sun-Study. Kein separates Plugin nötig.

Layer-Steuerung. Wenn das Gelände nach Nutzung getrennt reinkommt, lässt sich z.B. nur die Straße + Grünfläche zeigen, der Wald ausschalten — alles über die Standard-Layer-Schaltung in ArchiCAD.

Andere CAD-Programme — gleicher Workflow

Was für ArchiCAD funktioniert, geht in den meisten BIM-Programmen ähnlich:

Was das fürs Architekturbüro praktisch heißt

Eine vollständige Bauvoranfrage mit eingebettetem Stadtkontext besteht aus Lageplan, Schnitt, Ansichten Nord/Süd/Ost/West, Höhenprofil, Verschattungs-Studie. Klassisch sind das 3-5 volle Arbeitstage Vorbereitungszeit, davon 1-2 Tage allein für den Stadtkontext-Teil. Mit einem sauberen IFC + ALKIS + DGM1 schrumpft das auf einen halben Tag — der gesparte Aufwand fließt in die eigentliche Architektur statt in Daten-Akrobatik.

Zur ehrlichen Einordnung

DEUKOS macht keinen Geländezauber: die zugrundeliegenden LoD2-Daten sind das, was die Vermessungsverwaltung der Bundesländer bereitstellt (Genauigkeit ± 50 cm, keine Innenwände). Was DEUKOS leistet, ist die Pipeline davor: rohe CityGML-Daten von 16 Bundesländern in einen einheitlichen IFC-Standard zu überführen, mit ALKIS-Lagedaten zu kombinieren, das Gelände aus DGM1 sauber drunter zu kleben — und beim Export einen sauberen Site-Origin zu setzen. Die Alternative wäre: jeder im Büro lädt selbst CityGML aus 16 verschiedenen Geoportalen und kämpft mit UTM-Zonen und Konvertern.

Selbst ausprobieren

DEUKOS ist im Early Access — kostenfrei mit 4 ha Bereichs-Export pro Monat. Adresse eingeben, Bereich aufziehen, IFC herunterladen.

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